Dr.med.vet Stephan Hesselmann Kurfürstenstr. 134 46147 Oberhausen Tel.   0208 - 68 00 52 Mail  info@tierarzt-hesselmann.de
Chronische Niereninsuffizienz
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Meist erkranken ältere Katzen an chronischer Niereninsuffizienz, aber auch bestimmt Rassen zeigen eine höhere Anfälligkeit für diese Krankheit. Ab einem Alter von ca. 15 Jahren erkrankt bereits jede 2. Katze und  die begünstigenden Faktoren sind vielfältig. Als verantwortungsvoller Tierhalter haben Sie die Möglichkeit im Rahmen von Vorsorgeuntersuchungen und angepasster Ernährung ihrem Stubentiger ein möglichst langes und gesundes Leben zu ermöglichen. Vorsorge ist besser als Nachsorge Lassen Sie ihre Katze einmal jährlich von ihrem Tierarzt untersuchen. Ab dem 7. Lebensjahr ist eine zusätzliche Blutuntersuchung empfohlen, hier können Abweichungen der Nierenfunktion diagnostiziert werden. Neben den Vorsorgeuntersuchungen sind regelmäßige Impfungen und Entwurmung wichtiger Bestandteil der Vorsorge. Sorgen Sie bei ihrer Katze für Abwechslung, sie sollte ihren Bewegungsdrang und ihren Jagd- und Spieltrieb immer ausleben können. Tiere die sich wohl fühlen bleiben auch länger gesund.  Funktion der Niere    Die beiden Nieren filtern täglich das gesamte Blut der Katze und entsorgen dabei überflüssiges Wasser sowie Abfall- und Giftstoffe im Blut, die dann über den Urin ausgeschieden werden. Die Nieren übernehmen noch weitere lebenswichtige Aufgaben, sie regeln den Blutdruck, den Mineralstoffgehalt sowie den Hormonstoffwechsel. Eine Fehlfunktion der Niere wird lange durch das Organ selbst kompensiert, die nicht geschädigten Teile der Niere übernehmen mehr Arbeit um die volle Funktionalität des Organs aufrecht zu erhalten, so wird oft erst spät eine Nierenerkrankung erkannt. Erst wenn 2/3 des Nierengewebes geschädigt sind stellen sich offensichtliche Symptome ein, dann sind die Veränderungen allerdings so weit fortgeschritten, das sie meist nicht mehr heilbar sind. Risikofaktoren für eine chronische Niereninsuffizienz Eine Erkrankung kann unterschiedlichste Ursachen haben, Rassen wie Burmakatzen, Russisch Blau, Abessinier und Siam zeigen sich dieser Krankheit gegenüber als anfälliger. Perserkatzen und Maine Coon erkranken oft an Nierenzysten (PKD), diese Beeinträchtigen die Nierenfunktion und begünstigen die Erkrankung an chronischer Niereninsuffizienz. CNI ist eine typische Seniorenkrankheit bei Katzen, im fortgeschrittenen Alter steigt also das Risiko einer Erkrankung an chronischer Niereninsuffizienz. 10 % der Katzen ab einem Alter von 10 Jahren sind erkrankt, bereits 50 % ab einem Alter von 15 Jahren. Durch eine angepasste und altersgerechte Ernährung kann das Risiko der Erkrankung vermindert werden, aber es spielen auch andere Erkrankungen oder Einflüsse durch die Umwelt eine große Rolle. Überdosierte Arzneimittel und Medikamente können die Nieren schädigen ebenso wie enthaltene Chemikalien in Farben, Lacken und Desinfektionsmitteln. Verschiedene Infektionen, Harnstein und Harngries beeinflussen die Funktion der Niere negativ, vermindern die Ausscheidung von Urin und der darin enthaltenen Giftstoffe und begünstigen die Schädigung der Niere und somit die Erkrankung an CNI. Fütterung Die ausgewogenen und abwechslungsreichen Ernährung dient der Gesunderhaltung ihrer Katze. Das Futter sollte immer dem Alter und der Haltung der Katze entsprechen. Eventuelle Unverträglichkeiten von Futtermitteln erkennt man oft an dem abgesetztem Kot, achten Sie auf qualitativ hochwertiges Futter. Die Fütterung von Trockenfutter begünstigt die Zahngesundheit und verhindert das Schlingen beim fressen. Im Alter reduziert sich die Nierenfunktion, um die Nieren zu entlasten sollte der Phosphorgehalt im Futter reduziert sein. Eine angepasste Ernährung schont die Nieren, hält ihre Funktion länger aufrecht und vermindert das Risiko einer chronischen Niereninsuffizienz. Wir beraten Sie gerne in unserer Praxis zu diesem Thema. Symptome der Chronische Niereninsuffizienz (CNI) Durch die Schädigung der Niere kann sie ihre lebenswichtigen Funktionen nicht mehr ausüben. Toxine (Giftstoffe) im Blut werden nicht mehr gefiltert und ausgeschieden, sondern reichern den Körper an. Für Sie als Tierhalter werden dann die ersten offensichtlichen Symptome erkennbar. Erbrechen und Durchfall Verhaltensänderung / Tier wirkt apathisch Mundgeruch und Geschwüre an der Mundschleimhaut Blasse Schleimhäute Gewichtsverlust vermehrter Wasseraufnahme erhöhter Harnabsatz Appetitlosigkeit Fellqualität verschlechtert sich Durch die späte Erkennbarkeit der Krankheit ist es wichtig eine jährliche Vorsorgeuntersuchung durchführen zu lassen. Geben Sie ihrem Tier die Chance einer frühen Diagnose damit noch Behandlungsmöglichkeit besteht. Diagnose der chronischen Niereninsuffizienz Die Diagnose beim Tierarzt erfolgt durch eine Blut- und Urinuntersuchung. Im Blut werden die Werte für Harnstoff und Kreatinin im Labor gemessen. Bei einer chronischen Niereninsuffizienz sind beide Werte erhöht. Werden im Urin Proteine ausgeschieden ist das ein Indiz für eine Nierenerkrankung, denn eine voll funktionsfähige Niere verhindert die Ausscheidung von Proteinen über den Urin. Ziel der Behandlung Ziel der Behandlung ist es, soweit noch möglich, die Funktion der Niere wieder herzustellen und die Ursache zu beseitigen. Die Folgen der Urämie, der Ansammlung von Giftstoffen im Blut, werden durch Medikamente und eine spezielle Diät behandelt. Da die Krankheit nicht heilbar ist, wird eine verordnete Nierendiät bis zum Lebensende gefüttert, andere Futtermittel sind für die Katze absolutes Tabu. Weiteres Ziel ist es den Nephronenverlust (Nierenkörperchen) zu verlangsamen bzw. ihn zu einzustellen um somit eine weitere Beeinträchtigung der Nierenfunktion zu verhindern. 
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DIE TIERARZT-PRAXIS MIT
Behandlungsmethoden der chronischen Niereninsuffizienz Infusionstherapie - gegen Dehydrierung der Katze und spült die Nieren Diätfuttermittel (Entlastung der Niere) Entgiftung des Körpers durch Enzymtherapie